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Haben Sie schon einmal die Bezeichnung „Scherzgebäck“ gehört? Nein?
Dann sollten Sie einmal nach Meißen fahren – übrigens mit einem wunderbar romantischen, sehenswerten alten Stadtkern und prächtigen Bauwerken.
Porzellan ist nicht das einzige fragile Erzeugnis dieser Stadt, hat aber durchaus mit der Entstehungsgeschichte der Fummel zu tun.
Es handelt sich dabei um eine ca. 30 cm lange, bauchige, innen hohle und daher extrem zerbrechliche Teigtasche aus Oblatenteig.
Schon im Jahr 1747 wurde erstmals urkundlich ein Gebäck aus der Stadt Meißen mit dem Namen „Fommel“ erwähnt.
Es heißt, August der Starke habe diese hauchdünnen Fummel anfertigen lassen, weil die Post-Kuriere zwischen Meißen und Dresden zu oft mit beschädigtem Porzellan ankamen, dank ihrer Vorliebe für den örtlich angebauten Wein.
Daraufhin befahl der Kurfürst der Bäckerzunft zu Meißen, ein leicht zerbrechliches Gebäck herzustellen, welches die Kuriere auf ihrem Weg bei sich tragen und bei Ankunft unversehrt vorzeigen mussten.
Heute ist die Fummel als Souvenir beliebt und oft ist es Brauch, besonders von einem feuchtfröhlichen Ausflug am Herrentag bei der Rückkehr aus der Stadt Meißen der Partnerin eine Meißner Fummel mitzubringen. Auch wenn Meißen nicht jedem als Weinbaugebiet geläufig ist, so gibt es unter den Meißner Weinen ausgezeichnete „Zechweine“, die gewissermaßen einen Gegenpol zur Meißner Fummel bilden. Und so erklärt sich auch die besondere Herausforderung, die Fummel nach einer „Weintour“ unversehrt nach Hause zu befördern.