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Ägypten ist ein Staat in Afrika. Er liegt im Nordosten. Im Vergleich zu Deutschland ist Ägypten dreimal so groß und wird zu den Maschrek-Staaten gezählt. Der Nil bildet die Lebensgrundlage für viele Ägypter und hat für einen Fluss erstaunlich schöne Traumstrände. Er fließt auf 1550 Kilometer durch Ägypten und mündet im Norden in das Mittelmeer. Sein Wasser bietet den Menschen die Möglichkeit, das fruchtbare Ufer zu bepflanzen und auch dort zu leben. Nur ein paar kleine Oasen und kleine Häfen an den Küsten bieten noch Lebensgrundlage. Das Gebiet von Ägypten kann man in sieben Naturräume einteilen. Diese bilden sich durch den Nil und dessen Deltabettes oder durch Wüsten. Der höchste Berg Ägyptens liegt auf der Halbinsel Sinai, der Jabal Katrina mit 2637 Metern. Der Suezkanal ermöglicht die Verbindung von Rotem Meer und Mittelmeer. Das Klima in Ägypten wird vom nordafrikanischen Trockengürtel gebildet. Es gibt nur ganz wenige Niederschläge und die Temperaturen schwanken zwischen den Jahreszeiten sehr stark. Es herrschen immer hohe Temperaturen. Im Januar liegen sie bei 20 °C und im Juli zwischen 31°C und 41°C. Aber durch die geringe Luftfeuchtigkeit kann man diese Hitze sehr gut ertragen. Zwischen März und Juni weht der Chamsin, ein Sand- und Staubwind, der von Süden kommt. Am Rand des Roten Meeres ist das Klima etwas gemäßigter und die Sommer weniger heiß. Die Winter sind mild. Da es wenig Niederschlag gibt, gibt es auch kaum natürliche Vegetation. In den Wüsten gibt es kaum Gewächse. Nur vereinzelt gibt es Tamarisken, Akazien oder Dornsträucher. Am Nilufer wachsen Dattelpalmen, Maulbeerfeigen und Johannisbrotbäume. Die Tierwelt ist sehr vielfältig. An den Deltabereichen tummeln sich Wasservögel und im Winter kommen viele Zugvögel hierher. Es gibt aber auch Raub- und Aasvögel. Die Säugetiere bilden die Kamele, Esel, Schafe und Ziegen. In der Wüste siedeln Hasen, Springmäuse, Eidechsen und Skorpione. Der größte Teil der ägyptischen Bevölkerung wohnt in der Nähe des Niltals, im Nildelta, am Suezkanal oder an den Touristenorten. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in den Städten. Die Wachstumsrate beträgt 1,9 Prozent pro Jahr. Das Land steht verstärkt unter Problemen durch diese Geburtenraten. 97 Prozent der Einwohner sind Ägypter. Dazu kommen noch ein paar Nubier und Berberstämme. Die Amtsprache ist Arabisch. Staatsreligion ist der Islam. Die Gesetzgebung kommt aus der Scharia. Religiöse Minderheiten sind nicht wirklich akzeptiert und müssen mit Anschlägen radikaler Muslime rechnen. Die Menschen in Ägypten sind sehr freundlich und manchmal bekommt man sogar einen Werbekugelschreiber geschenkt. Sie haben ein mittleres Einkommen im afrikanischen Durchschnitt. Wichtige wirtschaftliche Sektoren sind die Landwirtschaft, die Industrie und der Dienstleistungssektor. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,8 Prozent. Ägypten verfügt über ein gutes Sozialsystem. Es gibt Sozialversicherungen und die Menschen in der Industrie sind an den Unternehmen beteiligt. In den Städten gibt es ein gutes Gesundheitssystem, aber nicht so auf dem Lande. Dort gibt es Nachholbedarf. Auch die Analphabetenquote liegt mit 50 Prozent sehr hoch. Das politische System besteht aus einer Präsidialrepublik. Oberhaupt ist der auf sechs Jahre gewählte Präsident. Der Tourismus erlitt nach den Terroranschlägen große Einbrüche. Bekannt geworden ist Ägypten für die Pyramiden. Gizeh, Kairo und Alexandria gehören zu den beliebten Reiseorten. Beliebt sind auch Nilkreuzfahrten von Luxor nach Assuan. Touristenhochburg ist die Stadt Hurghada am Roten Meer. Besonders beliebt bei den Urlaubern ist der Urlaub in Ägypten, weil man dort wunderbar entspannen kann.
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