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Afghanistan liegt in Zentralasien und ist ein Vielvölkerstaat. Durch den Kalten Krieg im 20. Jahrhundert war Afghanistan in zwei Teile gespalten. Zum einen durch die USA und die UdSSR. Da ständig Kriege ausgekämpft wurden, lebte das Land in Unruhe.
Die Taliban-Milizen kamen an die Macht und leben einen sehr radikalen Islam. Seit den Anschlägen am 11. September 2001 in den USA kämpft die Welt gegen den Terror.
Afghanistan ist ein Binnenland. Über 90 Prozent der Flächen sind höher als 600 Meter gelegen. Daher spricht man von einem Gebirgsland. Die größten Städte des Landes sind Kabul, Kandahar und Mazar-e-Scharif.
Der Südwesten besteht aus einer abflusslosen Ebene. Dort liegt auch der Hilmendsee, der zur Grenze Iran liegt. Das Klima ist kontinental. Das bedeutet heiße Sommer und sehr kalte Winter.
Die größten Teile des Landes sind von Gebirgen eingenommen. Nur nördlich sind Ebenen zu finden und im Südwesten gibt es wüstenartige Becken. Im Nordosten wird das Land vom Hindukusch durchzogen.
Das politische und wirtschaftliche Zentrum liegt zwischen der Hauptstadt Kabul und dem Khaiberpass an der Grenze zu Pakistan. Im Westen siedelten sich viele Bürger um die Stadt Herat an. Im Süden und Südwesten gibt es Wüsten und Halbwüsten. Diese werden durch den längsten Fluss des Landes, dem Hilmend, durchzogen. Der höchste Punkt im Land ist der Noshak, der 7485 Meter hoch ist.
Das Klima bringt im Winter nur mäßige Niederschläge. Der Sommer ist immer sehr trocken. Nur im äußersten Südosten hat der Monsun seine Einwirkungen und bringt Regen. Der Winter bringt gelegentlich Schnee, besonders im Norden des Landes. Der Norden gehört zur gemäßigten Zone und der Süden schon zu den Subtropen. Daher ist dort der Anbau von Dattelpalmen möglich.
Das Land besteht aus verschiedenen Völkern. Im Süden leben Paschtunen und im Norden die Tadschiken und die Usbeken. Da bisher noch keine Volkszählung gemacht wurde, weiß man nicht 100prozentig, wie viele Einwohner es genau gibt. Man schätzt aber die Einwohnerzahl auf 25-30 Millionen. Man schätzt, dass die Paschtunen 40 Prozent, die Tadschiken 30 Prozent, die Hazara 20 Prozent und die Usbeken 5 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Die restlichen Prozent werden geteilt von anderen Völkern, zum Beispiel Aimaken, Turkmenen und Belutschen.
Man schätzt, dass über 57 verschiedene Sprachen und 200 verschiedene Dialekte gesprochen werden. Die offiziellen Landessprachen sind Dari und Paschto. Im Land gibt es 70 Prozent Analphabeten. Durch Invasionen, Bürgerkriege und Kulturfeindlichkeiten konnten viele Menschen keine Schule besuchen oder Bildung erhalten. Noch schlimmer sieht es bei den Frauen aus. Man schätzt, dass 90 Prozent der afghanischen Frauen weder Schreiben noch Lesen können.
99 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Aber je nach ethnischer Zugehörigkeit wird der Islam anders gedeutet und gelebt.
Seit 2004 ist Afghanistan eine Islamische Republik mit einem Präsidenten an der Spitze.
Das Auswärtige Amt in Deutschland hat für das Land eine Reisewarnung herausgegeben. Jede Reise wird als gefährlich angesehen und man sollte davon Abstand halten. Selbst eine Rettung kann sehr schwierig bis unmöglich sein.
Die Infrastruktur ist eher schlecht. Bahnstrecken gibt es eigentlich keine und die Straßen sind kaum befestigt. In Afghanistan herrscht hohe Minengefahr.
Die Wirtschaft wurde durch die Kriege zerstört. Viehbestände gibt es kaum noch und die Menschen dort leiden Hungersnöte.
Tourismus gibt es praktisch nicht. Nur ein paar wenige Hotels sind in Kabul geöffnet. Das Land muss sich erst von den Bürgerkriegen erholen, was noch viele Jahre dauern wird. Geschäftsleute haben auch keinen Anreiz, in das Land zu investieren.
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